Lebensmittel, die alle Nährstoffe in ursprünglicher Konzentration aufweisen, versorgen den Körper rundum. Unsere Nahrung enthält heute jedoch oft nur noch einen Bruchteil der natürlichen Vitalstoffmenge. Zu frühe Ernte, lange Transportwege, falsche Lagerung, ungünstige Zubereitung und starke industrielle Verarbeitung sind die Hauptursachen für diese Vitalstoffverluste. Kommen dann noch falsche Ernährungs- und Kochgewohnheiten hinzu, sinkt der Vitalstoffgehalt der Lebensmittel enorm. So kann die tägliche Vitalstoffaufnahme auf bis zu rund 20 Prozent vermindert sein – selbst bei normaler, scheinbar gesunder Ernährung.
Vor allem bei importiertem Obst und Gemüse trügt der Schein oft. Die Früchte sehen zwar appetitlich aus, werden jedoch meist zu früh geerntet und konnten daher noch nicht alle Vitalstoffe voll ausbilden. Kunstdünger und Pestizide verhindern zudem, dass die Pflanzen ausreichend Mineralien aus dem Boden aufnehmen können. Bestrahlungen zum Haltbarmachen der Früchte rauben zusätzlich Vitamine. Lange Transportwege und falsche Lagerbedingungen verringern den eh schon verringerten Vitalstoffgehalt nun noch mehr.
Durch industrielle Verarbeitungsprozesse büßen Lebensmittel ebenfalls Vitalstoffe ein. Getreide verliert beispielsweise durch das Ausmahlen zu Weißmehl bis zu 85 Prozent seiner Mineralstoffe. Pflanzenöle büßen durch das Raffinieren bis zu 70 Prozent ihres Vitamin-E-Gehaltes ein. So kann der Vitalstoffgehalt der Früchte auf ihrer Reise zu unseren Tellern auf ein Minimum zurückgehen – bis teilweise gegen Null.
Bei tierischen Produkten kommt hinzu, dass die Tiere meist mit Antibiotika behandelt werden – die am Ende mit dem Fleisch oder den Wurstprodukten in den Mägen der Menschen landen, die diese verzehren.
Weiterhin spielen die Koch- und Essgewohnheiten eine wichtige Rolle für den Vitalstoffgehalt von Nahrungsmitteln. Viele Menschen nehmen sich keine Zeit mehr, die Gerichte frisch zuzubereiten, und greifen lieber auf nährstoffarme Fertigprodukte und Fast Food zurück. Manche haben richtiges Kochen erst gar nicht gelernt. Durch die Zubereitungsmethoden, längeres Warmhalten sowie Aufwärmen der Speisen am nächsten Tag gehen Vitalstoffe ebenso verloren. Letztlich sind diese Gerichte nur noch quantitativ sättigend, doch sie nähren uns nicht mehr. Teilweise schaden sie dem Körper sogar mehr als sie ihm nutzen.

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|---|---|---|---|
| Lagerung | Gemüse | Folsäure, Vitamin C | 90–100 % |
| Pflanzenöle (einige Monate zu wenig dunkel gelagert) | Vitamin E | 30–60 % | |
| Tiefkühlung | Aprikosen, Erdbeeren | Vitamin C | 25–45 % |
| Hühnerfleisch | Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin | 20–40 % | |
| Schälen | Reis | Vitamin B6 | 50 % |
| Kochen | Gemüse | Folsäure, Vitamine B1, B2 und C | 50–75 % |
| Carotinoide | 20–35 % | ||
| Calcium, Magnesium, Zink | 25–40 % | ||
| Hülsenfrüchte | B-Vitamine Eisen, Kupfer, Zink | 35–50 % 15–30 % | |
| Reis (poliert) | Vitamine B1, B2 und B6 | 50 % | |
| Vollkornnudeln | Eisen, Kalium, Magnesium | 20–40 % | |
| Braten | Rindfleisch | Vitamine B1 und B6, Pantothensäure | 35–60 % |
| Schweinefleisch | Kalium, Magnesium | 25–30 % | |
| Dämpfen | Gemüse | Folsäure, Vitamine B1 und C | 30–40 % |
| Backen | Brot (3 Tage gelagert) | Vitamine B1 und B6 | 25 % |
| Konservieren | Gemüse | Vitamin A | 20–30 % |