Vitalstoffmedizin

Die Vitalstoffmedizin, auch orthomolekulare Medizin genannt, befasst sich mit dem Einsatz von Vitalstoffen für die Gesundheit. Der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „orthomolekular“ bedeutet soviel wie „die richtigen Bausteine“. Demnach setzt man in der Vitalstoffmedizin die passenden Vitalstoffe ein, um den Körper gesund zu erhalten bzw. die Heilung von Krankheiten zu unterstützen, die im Zusammenhang mit einem Vitalstoffmangel stehen. Symptome eines Eisenmangels werden beispielsweise mit gezielten Eisengaben behandelt.

Einteilung der Vitalstoffe

Derzeit sind etwa 45 essentielle Vitalstoffe bekannt – Substanzen, die für uns lebensnotwendig sind. Diese Vitalstoffe sind in fünf Hauptgruppen unterteilt:

Einige dieser Vitalstoffe, vor allem die Spurenelemente, benötigt der Körper nur in sehr kleinen Mengen. Daher bezeichnet man Vitalstoffe allgemein auch als Mikronährstoffe – im Gegensatz zu den Makronährstoffen. Dazu gehören die drei großen Nährstoffgruppen Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette, die wir in weit größeren Mengen benötigen.

Die Aufgaben der Vitalstoffe

Vitalstoffe haben im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben. Nicht umsonst sind sie für uns Menschen lebensnotwendig. So spielen sie beispielsweise im Stoffwechsel, bei der Immunabwehr, als Enzymbausteine, bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen oder bei den Muskelbewegungen eine bedeutsame Rolle.

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Regelmäßige Versorgung

Die essentiellen Vitalstoffe sollten dem Körper stets in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Kurzfristige Defizite kann der Organismus zwar körperintern ausgleichen, auf Dauer sind jedoch Mangelerscheinungen wahrscheinlich. Die meisten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen wir täglich in ausreichendem Maße zu uns nehmen, da der Organismus sie nicht oder nur bedingt selbst herstellen kann. Auch sind die Speichermöglichkeiten des Körpers für Vitalstoffe begrenzt. Eine vitalstoffreiche, ausgewogene Ernährung ist daher eine wichtige Basis für dauerhafte Gesundheit und Vitalität.

Vitalstoffunterversorgung und mögliche Symptome

Enthält unsere Nahrung insgesamt zu wenige Vitalstoffe oder fehlen einzelne Substanzen über eine längere Zeit, geraten die Systeme des Körpers aus dem Gleichgewicht. Schlappheit, Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit oder Infektanfälligkeit sind beispielsweise häufige Folgen. Weiterhin fühlen sich Betroffene oftmals allgemein unwohl und reizbar. Auf Dauer kann ein Vitalstoffmangel Krankheiten wie beispielsweise Herzerkrankungen, Krebs, Osteoporose oder Rheuma begünstigen.

Mögliche Symptome einer Vitalstoffunterversorgung

CalciumBlutungsneigung, erhöhte Reizbarkeit, Karies, Muskelkrämpfe, Osteoporose, Parodontose
EisenAppetitlosigkeit, Blässe, Blutarmut, brüchiges Haar, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschwäche, Reizbarkeit, Risse in den Mundwinkeln, Wetterfühligkeit
Folsäure

Apathie, Blutarmut, Demenz, Depression, geschwächtes Immunsystem, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, schnelle Ermüdung, Störungen im Magen-Darm-Trakt

MagnesiumDepressionen, Durchblutungsstörungen, Herzfunktionsstörungen, Konzentrationsprobleme, Muskelkrämpfe, Nervosität, Spannungskopfschmerzen, Stressanfälligkeit, Übererregbarkeit, Schlaflosigkeit
Vitamin AAusschläge, Ermüdungserscheinungen, Infektanfälligkeit, schlechtes Sehen in der Nacht, Sehkraftverlust, spröde Haare und Nägel, trockene Haut
Vitamin B1 (Thiamin)Blutarmut, häufige Kopfschmerzen, Herzprobleme, Lern- und Konzentrationsstörungen, Nervenschmerzen, niedriger Blutdruck, Reizbarkeit
Vitamin B2 (Riboflavin)Blutarmut, brennendes Tränen der Augen, Depression, gerötete und juckende Hautstellen, Lichtempfindlichkeit, Risse in den Mundwinkeln und Lippen
Vitamin B3 (Niacin)Appetitverlust, Blähungen, Depression, Durchfall, Erbrechen, Gereiztheit, gesprungene Lippen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nervosität, rissige Hautstellen
Vitamin B6 (Pyridoxin)

Blutarmut, Depressionen, gerötete und juckende Hautstellen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nervenentzündungen, Nervosität, Reizbarkeit, Risse in den Mundwinkeln und Lippen, Muskelkrämpfe
Vitamin B12 (Cobalamin)
Aggressivität, Apathie, Blutarmut, Demenz, Depression, Konzentrationsschwäche, Schwäche allgemein, Taubheit an Händen und Füßen, verminderte Sehkraft
Vitamin C
Abgespanntheit, allgemeine Schwäche, Depression, Haarausfall, Infektanfälligkeit, körperliche Leistungsschwäche, Müdigkeit, raue Haut, verminderte Wundheilung, Zahnfleischbluten
Vitamin D
Gehörverlust, Infektanfälligkeit, Knochenprobleme, Muskelschwäche, Ohrensausen
Vitamin E
Blutarmut, Muskelschwäche, Nervenstörungen, Unfruchtbarkeit
Vitamin KBlutgerinnungsstörungen, Knochenstoffwechselstörungen, Störungen im Stoffwechsel des Bindegewebes
ZinkAppetitlosigkeit, Depression, Haarausfall, Hautausschläge, Hyperaktivität, Infektanfälligkeit, Lernschwäche, Lethargie, gestörte Wundheilung, Nachtblindheit

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Verwendungszweck

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