Die Haut – Spiegel der Seele

Die Haut wird als das größte Organ des menschlichen Körpers bezeichnet. Sie bedeckt den ganzen menschlichen Körper, erreicht eine Oberflächengröße von bis zu 2 Quadratmetern und kann bis zu 10 kg wiegen. Die Haut ist aber nicht nur ein äußerst umfangreiches Organ, sondern auch ein sehr zartes. Im Durchschnitt ist sie nur wenige Millimeter dick. Die Haut ist der Schutzschild des Körpers gegen die Umwelt (Hitze, Kälte, Krankheitserreger, Strahlung) sowie ein Speicher für Nährstoffe und Wasser. Sie dient auch als Ausscheidungsorgan für Abbauprodukte des Stoffwechsels, die über den Schweiß nach außen transportiert werden.

Die Botschaften von Berührungen, Schmerz, Kälte oder Wärme werden an das Gehirn weitervermittelt, das wiederum Signale nach außen sendet, wie wir uns gerade fühlen. So bekommen wir nicht nur bei Kälte Gänsehaut, sondern auch, wenn uns ein Erlebnis besonders berührt. Länger anhaltende Beeinträchtigungen wie Stress, Trauer oder andere psychische Belastungen können sich negativ auf den Zustand der Haut auswirken und sich z. B. in roten Flecken oder Hautunreinheiten zeigen. Eine glückliche Stimmung wirkt sich umgekehrt auch positiv auf die Haut aus. Wer ausgeglichen und zufrieden ist, scheint von innen heraus zu strahlen.

Spiegel der Seele
Die hauchdünne Körperhülle besteht aus drei miteinander verbundenen Gewebeschichten: Als äußerste Schicht schützt die Oberhaut den Körper vor dem Austrocknen und hält Keime oder Mikroorganismen ab. Die mittlere Schicht, wegen ihrer Robustheit auch Lederhaut genannt, ist wegen ihres hohen Anteils an Bindegewebe elastisch und reißfest. In ihr liegen die Blutgefäße und Nerven. Als tiefste Schicht besteht die Unterhaut vor allem aus Fettgewebe und Bindegewebssträngen. Hier verlaufen die größeren Blutgefäße und dickeren Nervenfasern. Auch die Haarwurzeln, Talg- und Schweißdrüsen sind hier eingebettet. Der hohe Anteil an Fettzellen dient als dem Körper als Kälteschutz und der Haut als Energiespeicher.